Farbenfroher Weihnachtsbaum

Ein Weihnachtsbaum ganz anderer Art steht in einer Grundschule in der Messestadt Riem. Was aussieht wie Federn, sind die Hände der Schülerinnen und Schüler. Die Umrisse wurden auf Papier gezeichnet, ausgeschnitten und zu einem Baum zusammengefügt. Das farbenfrohe Tannenbaum-Exemplar macht richtig Laune. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Grau in grau in grau in grau

Trübe Aussichten herrschen derzeit an der Ostseeküste: alles grau in grau. Trotz Wind und Wetter hat ein Spaziergang am Brodtener Steilufer unweit von Travemünde aber seinen Reiz. Man muss sich halt dick einmummeln. Und sich nicht zu nah an die wirklich gewaltige Abbruchkante wagen. Sonst geht es in der Direttissima nach unten…

Meine Insel

An diesem Wochenende musste ich mal wieder auf „meine“ Insel: Frauenchiemsee Foto oben). Das ist nach München und Schliersee sozusagen meine dritte Heimat. Mindestens ein Mal im Jahr zieht sie mich magisch an. Und das Novemberwetter war so gnädig, hat den Nebel in Luft aufgelöst und die Sonne an den Himmel gehängt.

Das Gerätehaus der Feuerwehr steht allerdings in Gstadt. Besser, wenn’s nicht brennt…

Hütchen-Parade

Seit Wochen müssen diese Pylonen auf dem Gehweg entlang der gesamten, rund 800 Meter langen Grasbrunner Straße in München strammstehen. Weshalb, erschließt sich einem leider nicht.

In dieser kolossalen Breite sind in München ja des Öfteren Radwege auf Bürgersteigen abmarkiert. Offensichtlich ist der jetzt gesperrt. Denn Slalomfahren wird hier wohl niemandem gelingen. Die Radfahrer tummeln sich derweilen auf dem Gehweg.

Pietätloses Gedenken

Als „absolut pietätlos“ kritisiert der Historiker Michael Wolffsohn die Form des Gedenkens an die Ermordung Kurt Eisners, erster Ministerpräsident des Freistaat Bayern, im Februar 1919. Am Tatort in der Münchner Kardinal-Faulhaber-Straße zeigt eine Bodenplatte im Gehsteig die Umrisse eines Menschen, der niedergeschossen wurde. Auch ich vermeide es, auf diese Bodenplatte zu treten, wann immer ich dort vorbeigehe.

Chaos statt Sanierung

Seit Monaten verspricht die Bahn, den heruntergekommenen S-Bahnhof München-Daglfing aufzuhübschen. Dort hatte man zum Beispiel Stolperfallen im Bahnsteig-Belag einfach mit oranger Farbe gekennzeichnet. Selber schuld, wer das übersieht! Bei Regen bilden sich tiefe Pfützen am Fuß der Treppe. Die Liste der Defizite ließe sich beliebig fortsetzen, von behindertengerechten Zugängen ganz zu schweigen.

Geschehen ist bisher: nichts! Im Gegenteil. Entlang der Gleise wurden Büsche gefällt. Seither herrscht dort das blanke Chaos. Liebe DB, entferne das Schild mit der Ankündigung der Sanierung lieber wieder. Du weckst damit Erwartungen, die du ganz und gar nicht erfüllst!

Ein Teppich aus Kürbissen

Wohin das Auge blickt: Kürbisse über Kürbisse, in allen Formen und Farben. Eine Vielfalt, wie ich sie noch nie gesehen habe. Aber nicht nur Kürbisse gibt es auf dem Habeker Hof in Haar bei München. Hier wird auch Safran angebaut! Bei uns hier in Deutschland!

Kleinod wird saniert

Man käme nicht auf die Idee, dass die unscheinbare Haustür eines eher hässlichen Bürogebäudes in der Münchner Reichenbachstraße Zugang zu einem Hinterhof mit einem verborgenen Kleinod verschafft: einer Synagoge. 1931 erbaut, diente sie den meist osteuropäischen Einwanderern in der Isarvorstadt als Gotteshaus. Auch sie setzten die Nationalsozialisten während des Novemberpogroms 1938 in Brand. Das Gebäude ging nur deshalb nicht vollständig in Schutt und Asche auf, weil das Feuer aus Angst vor einem Übergreifen auf die umliegenden Häuser rasch gelöscht wurde. Danach wurde die Synagoge jedoch zweckentfremdet und diente unter anderem als Autowerkstatt.

Dennoch wurde sie nach 1947 wieder als Synagoge geweiht und blieb die Hauptsynagoge der Israelitischen Kultusgemeinde bis zur Einweihung der neuen Hauptsynagoge am St.-Jakobs-Platz im Jahr 2006. Danach verfiel sie. Das Foto zeigt die marode Decke des Saals, die einst wunderschöne Glaselemente zierten.

Im 90. Jahr seines Bestehens soll dieses historische Baudenkmal nun mit großem ideellem und auch finanziellem Aufwand saniert werden, und zwar in ihrem Originalzustand von 1931. Ein neues, altes Kleinod für München. Wie schön!