Origami-Kunst

Man fragt sich ja schon, wie diese Vögel in das Treppenhaus, das zu einer Arztpraxis führt, kommen. Klar, sie sind kleine Kunstwerke aus Papier und hängen an Nylonfäden. Irgendwie müssen sie an der Decke platziert worden sein. Und auch das bunte Bild an der Wand. Das stammt von einem kleinen Patienten. Respekt! Und: ein schöner Empfang.

Kleine Ruheoase

Klar, über Geschmack lässt sich streiten. Man darf die vielen Plastikblumen ruhigen Gewissens als Kitsch bezeichnen. Aber diese kleine Oase am Rand einiger Hochhäuser an der nicht wenig befahrenen Ecke Truderinger-/ Riedenburger Straße in München trotzt seit Jahrzehnten ihrer gschaftigen (= geschäftig) Umgebung, obwohl sich um sie herum alles verändert. Sie ist liebevoll angelegt, wurde vor ein paar Jahren sogar saniert und wird gepflegt – von wem auch immer.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Da hat die Deutsche Bahn ein wahres Meisterstück abgeliefert! Nachdem sie den Daglfinger S-Bahnhof in München über Jahrzehnte vergammeln ließ, rückten im Herbst plötzlich mit großem Trara Maler an, um die versifften Kacheln der Unterführung zu streichen. Die Freude war groß, hielt aber leider nur bis zum ersten Frost. Da verabschiedete sich die Farbe wieder. Macht aber nix, zahlt ja eh der Fahrgast!

Gute Besserung

Unangenehme Zahn-OP überstanden. Ich gehe mit meinem Cool-Pack an der Backe die Straße entlang zum Bus. Ein älterer Herr ruft mir im Vorbeigehen zu: „Gute Besserung“. Wie nett! Ich habe mich noch tagelang darüber gefreut. Würde ich mir öfter wünschen – also nicht die OP, aber so eine kleine, kostenlose Freundlichkeit.

Kulturschatz in Obing

Eine liebevoll ausgestattete Lourdes-Grotte findet sich in der 1890 erbauten, denkmalgeschützten Kapelle Roitham in der Gemeinde Obing. Auf der Ostseite steht man fast ehrfurchtsvoll vor einer Pestsäule aus Granit, die 1634, also mitten im 30jährigen Krieg, errichtet wurde.

Schwer zu tragen

Wen auch immer diese Heiligenfigur darstellt, sie hat schwer zu tragen. Und nicht nur sie. In ganz Prien am Chiemsee kullern Kürbisse rum, in der Regenrinne des Kirchendachs, auf der Insel eines Kreisverkehrs, an Brunnen und auf vielem mehr. Nein, sie kullern natürlich nicht, sie sind recht standfest.

Gelebte Tradition

Fischernetze am Ufer des Chiemsees. Immer noch werden sie zum Trocknen aufgehängt und von Hand geflickt. Derzeit führen 16 Berufsfischer diese 170 Jahre alte Tradition am Chiemsee weiter. Ein Erbe, das von Generation zu Generation bestehen bleibt.