Riga zeigt Flagge

Überall in Riga trifft man auf ukrainische Fahnen, sogar in den Bussen kleben sie an jeder Tür. Ein ganz besonderer Ausdruck der Solidarität aber ist das über zwei Stockwerke gespannte Putin-Plakat – direkt gegenüber der russischen Botschaft!

Umsonst gehypt?

Ich liebe den hinterkünftigen Humor eines Gerhard Polt. Und ich liebe die musikalische Vielfalt der Well-Brüder. Wenn beides zusammengeht – umso besser! Also habe ich mich monatelang bemüht, Karten für das hochgelobte Theaterstück „A scheene Leich“ in den Münchner Kammerspielen zu ergattern. Bis es mir eines Tages zu blöd wurde, jeden 1. eines Monats punkt 11 Uhr bei Beginn des Kartenvorverkaufs für den folgenden Monat erwartungsvoll in den Laptop zu starren, um der Website der Kammerspiele beim Absturz zuzuschauen. Dann eben nicht.
Irgendwann habe ich rein zufällig mal wieder auf die Termine und die verfügbaren Tickets geschaut – und siehe da: Es gab noch welche! Relativ viele sogar! Sollte sich der Ansturm etwa gelegt haben?
Die Freude war groß, wurde dann aber etwas gedämpft. War ganz nett, man konnte an manchen Stellen auch lachen. Aber mal ehrlich: Soooo toll war’s nun auch wieder nicht, was sich auch am Applaus ablesen lies. Der war zwar durchaus freundlich, aber lange nicht so frenetisch wie sonst üblich bei der Kombination Polt – Well. Irgendwie wusste man nicht so recht: War das Theater oder Kabarett oder eine Show oder was?
Bleibt die Frage, wer eigentlich diesen ungeheuren Hype verursacht hat? Den klammen Kammerspielen hat er sicherlich gutgetan. Das war’s dann aber auch.

Sankt Sylvester: Aus eins mach zwei

Sankt Sylvester in Schwabing ist eine der ältesten Kirchen Münchens: Im Jahr 1315 erstmals urkundlich erwähnt, entstand sie allerdings wahrscheinlich schon ein paar hundert Jahre früher. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie je nach „Mode“ zigmal umgebaut und auch umbenannt. In den 20er Jahren wurde die alte Kirche zu klein und bekam kurzerhand einen größeren Anbau verpasst. Die beiden Kirchen wurden mit einem Mittelgang verbunden. Seither leben groß und klein, neu und alt friedlich zusammen.

Geht’s noch?

Wie blöd muss man eigentlich sein, um einen Roller so abzustellen? Fußgänger und Rollstuhlfahrer müssen auf die Straße ausweichen. Für Sehbehinderte ist das ein äußerst gefährliches Hindernis. Rücksichtslosigkeit kennt offensichtlich keine Grenzen.

Aufgehübscht

Was man aus so einem alten Münchner Trambahn-Wartehäusl alles machen kann! Rechts ums Eck kann man im Freien seinen Kaffee oder abends einen Absacker genießen – und der Verkehrslärm an der Ecke Nymphenburger-/ Ruffinistraße schein weit weg zu sein.

Aichacher Impressionen


Maibaum mal anders: ein Obelisk aus Stahl, versehen mit den Werken sieben Aichacher Künstler. Ganz und gar unbayrisch so ohne weiß-blau lackiertem Baumstamm und Zunfttaferl. Ein „Lebensbaum“ soll es sein. Mei, warum nicht?

Lustige Idee: ausgediente Ski als Bank vor einem Sportgeschäft



Schade: Dieses Haus gammelt langsam vor sich hin. Seine Nachbarn dagegen sind sehr schön saniert

Zu Besuch bei der Kaiserin

Leider war sie nicht zuhause… Trotzdem lohnt sich ein Besuch im sogenannten Sisi-Schloss in Unterwittelsbach. Schloss ist ein bisserl übertrieben, ich würde es eher Gutshaus oder Landsitz nennen, auch wenn es 1000 Quadratmeter Wohnfläche beherbergt. Wie auch immer: Es birgt eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung, die viel über das Leben der Kaiserin, die hier teilweise aufwuchs, und ihres Umfelds erzählt. Bis 1958 gehörte es den Wittelsbachern, deren Stammsitz eine nur noch in Resten erhaltene Burg im nahen Oberwittelsbach war. Daher rührt der Name „Wittelsbacher Land“ für diesen Landstrich. Das Wasser-Schloss diente zeitweise auch als Jugendheim, bevor es 1999 von der Stadt Aichach umfassend renoviert wurde. Daneben steht eine kleine Kapelle mit einem orientalischen Altar und einer bunten Mischung aus Materialien und Handwerkstechniken. Mit ihrem verspielten Charakter hebt sie sich deutlich vom eher nüchtern gehaltenen Schloss ab.